Lurche und Kriechtiere im Garten

Seit April 2000 konnten 4 Amphibienarten und 2 Kriechtierarten beobachtet werden:

Lurche
Amphibia
Rote Liste
Erdkröte
Grasfrosch
Seefrosch
Teichmolch
Bufo bufo
Rana temporaria
Rana ridibunda
Triturus vulgaris
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-3, Wien-2



Kriechtiere
Reptilia
Rote Liste
Ringelnatter Blindschleiche
Natrix natrix
Anguis fragilis
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-3, Wien-3

Erdkröte
Erdkröten sind im Frühjahr im seichten Wasser sitzend zu finden. Dabei nehmen die Weibchen das Männchen „huckepack“. Im März/April wird an geeigneten Stellen gelaicht, mehrere hundert schwarze Kaulquappen schwimmen dann im Teich herum. Weibchen müssen dabei um ihr Leben fürchten, da der Männchenüberschuß sehr groß ist. Jedes Jahr verlieren dabei etwa 1-2 Weibchen ihr Leben. Etwa 2 Monate nach der Laichzeit verlassen die ca 1cm großen Jungkröten den Teich und sind noch bis 4cm Größe einige Zeit im Garten zu beobachten. Das Quaken der Erdkröten ist ein leises Blubbern und nur direkt am Teich zu hören. 2009 waren es schon etwa 60 Stück, die zur Laichzeit im Gartenteich herumgeschwommen sind. Die nachstehend abgebildeten Kröten haben sich als Fotomodell zur Verfügung gestellt.


Seefrosch
Aufgrund der Größe (Weibchen etwa 15cm) besuchen vermutlich Seefrösche ab Mai den Gartenteich. Sie können bis 2,5km wandern und dürften aus benachbarten Gartenteichen einwandern. Sitzen bei sonnigem Wetter am Ufer und springen bei Gefahr sofort in den Teich. Sprungweiten bis 1.5m. In der Eile ist auch schon 'mal ein Überschlag mit Landung am Rücken möglich. In der Laichzeit (Mai-Juli) darf seinem Quaken gelauscht werden. Es ist jedoch nicht so störend und kann keinesfalls mit dem Quaken des Laubfrosches verglichen werden (bis 87dB), der in dieser Gegend nicht vorkommt. Vereinzelt gab es riesige Seefroschkaulquappen.

Grasfrosch
Hat sich einigemale am Ufer gezeigt, aber bis jetzt nur 1 Laichversuch. Da er eine der häufigsten Froscharten ist, wird er sich wahrscheinlich irgendwann ansiedeln.

Teichmolch
Erwachsene Tiere wandern ab März zu und sind Anfang April an sonnigen, warmen Tagen bei sehenswerten Paarungsspielen zu beobachten. Das Weibchen mit etwas hellerem Streifen auf dem Rücken. Im Laufe des Sommers sind dann die bis 45mm langen Jungmolche zu sehen.
Im Herbst verlassen die jungen Molche den Teich und überwintern in unmittelbarer Umgebung des Teiches in Verstecken, in denen sie auch bei Minustemperaturen überleben können.

Ringelnatter
ein stattliches, dickes Exemplar mit etwa 1,2m Länge besuchte den Garten im August 2006.
Die Schlange war jedenfalls viel zu schnell, um sie zu fotografieren. Das untenstehende Foto ist ausgeborgt und sieht der gartenbesuchenden Schlange sehr ähnlich. Die Hautfarbe war grau, auffällig waren die intensivgelblichen halbmondförmigen Hinterhauptsflecken auf beiden "Wangen".


Ringelnattern sind tagaktiv, leben bevorzugt in der Nähe von Naturgewässern und Gartenbiotopen, da sie gut und gerne schwimmen und sind ungiftig. Sie greifen praktisch nie an, zur Abwehr zischen sie laut. Sie können bis zu 6km weite Strecken innerhalb eines Tages zurücklegen.

Blindschleiche
wurde nur von der Nachbarin beobachtet, deshalb hier kein Foto.