Lurche und Kriechtiere im Garten
Robert's Wildpflanzenseiten


Seit April 2000 konnten 5 Amphibienarten und 2 Kriechtierarten beobachtet werden:

Lurche
Amphibia
Rote Liste
Erdkröte
Wechselkröte
Grasfrosch
Seefrosch
Teichmolch
Bufo bufo
Bufo viridis
Rana temporaria
Rana ridibunda
Triturus vulgaris
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-2, Wien-1
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-3, Wien-2



Kriechtiere
Reptilia
Rote Liste
Ringelnatter Blindschleiche
Natrix natrix
Anguis fragilis
RLÖ-3, Wien-3
RLÖ-3, Wien-3



Erdkröte





Erdkröten sind im Frühjahr im seichten Wasser sitzend zu finden. Dabei nehmen die Weibchen das Männchen „huckepack“. Im März/April wird an geeigneten Stellen gelaicht, mehrere hundert schwarze Kaulquappen schwimmen dann im Teich herum. Weibchen müssen dabei um ihr Leben fürchten, da der Männchenüberschuß sehr groß ist. Jedes Jahr verlieren dabei etwa 1-2 Weibchen ihr Leben. Etwa 2 Monate nach der Laichzeit verlassen die ca 1cm großen Jungkröten den Teich und sind noch bis 4cm Größe einige Zeit im Garten zu beobachten. Das Quaken der Erdkröten ist ein leises Blubbern und nur direkt am Teich zu hören. 2009 waren es schon etwa 60 Stück, die zur Laichzeit im Gartenteich herumgeschwommen sind. Oben: Die abgebildete Kröte hat sich als Fotomodell zur Verfügung gestellt. Unten: Etwa 8 Männchen kämpfen um ein Weibchen, unter dem Knäuel gar nicht mehr sichtbar.






Wechselkröte

Die seltene Wechselkröte habe ich erstmals im Juni 2016 gefunden. Unter dem Garderobekasten im Vorzimmer.
Deutlich sind ihre grünen Flecken am Körper erkennbar. Sie ist in Wien mit der Stufe 1 auf der Roten Liste.

Es wird sich zeigen, ob sich diese scheuen nachtaktiven Tiere um den Gartenteich ansiedeln und damit gegen die Konkurrenz der Erdkröte überleben. Manchmal bastardisieren sie auch mit ihr. Sie bevorzugen kleine, fischfreie flache, auch rasch austrocknende pflanzenarme Wasserstellen.





Seefrosch

Aufgrund der Größe (Weibchen etwa 15cm) besuchen vermutlich Seefrösche ab Mai den Gartenteich. Sie können bis 2,5km wandern und dürften aus benachbarten Gartenteichen einwandern. Sitzen bei sonnigem Wetter am Ufer und springen bei Gefahr sofort in den Teich. Sprungweiten bis 1.5m. In der Eile ist auch schon 'mal ein Überschlag mit Landung am Rücken möglich. In der Laichzeit (Mai-Juli) darf seinem Quaken gelauscht werden. Es ist jedoch nicht so störend und kann keinesfalls mit dem Quaken des Laubfrosches verglichen werden (bis 87dB), der in dieser Gegend nicht vorkommt. Vereinzelt gab es riesige Seefroschkaulquappen.




Grasfrosch

Hat sich einigemale am Ufer gezeigt, aber bis jetzt nur 1 Laichversuch. Da er eine der häufigsten Froscharten ist, wird er sich wahrscheinlich irgendwann ansiedeln.



Teichmolch

Erwachsene Tiere wandern ab März zu und sind Anfang April an sonnigen, warmen Tagen bei sehenswerten Paarungsspielen zu beobachten. Das Weibchen mit etwas hellerem Streifen auf dem Rücken. Im Laufe des Sommers sind dann die bis 45mm langen Jungmolche zu sehen.
Im Herbst verlassen die jungen Molche den Teich und überwintern in unmittelbarer Umgebung des Teiches in Verstecken, in denen sie auch bei Minustemperaturen überleben können.




Ringelnatter

ein stattliches, dickes Exemplar mit etwa 1,2m Länge besuchte den Garten im August 2006.
Die Schlange war jedenfalls viel zu schnell, um sie zu fotografieren. Das untenstehende Foto ist ausgeborgt und sieht der gartenbesuchenden Schlange sehr ähnlich. Die Hautfarbe war grau, auffällig waren die intensivgelblichen halbmondförmigen Hinterhauptsflecken auf beiden "Wangen".


Ringelnattern sind tagaktiv, leben bevorzugt in der Nähe von Naturgewässern und Gartenbiotopen, da sie gut und gerne schwimmen und sind ungiftig. Sie greifen praktisch nie an, zur Abwehr zischen sie laut. Sie können bis zu 6km weite Strecken innerhalb eines Tages zurücklegen.



Blindschleiche

wurde nur von der Nachbarin beobachtet, deshalb hier kein Foto.