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Der Naturgarten befindet sich in Wien-Inzersdorf und war bis 2000 als normaler Garten in Verwendung. Einige Teile waren jedoch schon wesentlich länger ungenutzt und konnten sich ungestört entwickeln. Das Gebiet südlich von Wien ist noch stark vom pannonischen Klima beeinflußt, an dessen westlicher Grenze der Garten liegt. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt hier etwa 640mm. Die natürliche Vegetation besteht hauptsächlich aus Mähwiesen und stickstoffliebenden Säumen, sowie zwei Gebüschgruppen, die insgesamt etwa 25 kleinräumigen bodenständigen Pflanzengesellschaften zugeordnet werden können. Weitere 25 sind innerhalb des Teichfolienbereiches künstlich angesiedelt. Die Gesellschaften sind am besten nach ihrem Feuchtigkeitsbedarf zu unterscheiden. Werden die Zeigerwerte nach Landolt (Stufen 1-5) zur Bewertung herangezogen, so ist die trockenste bodenständige Pflanzengesellschaft der Graukresse-Flur (Berteroetum incanae) mit einem Zeigerwert von 2,0 und feuchteste Assoziation ein Giersch-Saum (Aegopodietum podagrariae-Aegopodion-Ges.) mit dem Zw. von 3,2. |
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<< Gartenteich, September 2002 Im Sommer sinkt der Wasserspiegel des Gartenteiches (ca 40m2, 1.60m tief) durch Verdunstung etwa 25cm unter den Höchstwasserstand, der mit stärkeren Niederschlägen im Spätherbst erreicht wird und bis zum Beginn der Vegetationsperiode im Frühjahr erhalten bleibt. Herbstlicher Laubeintrag der umliegenden Bäume wird mit Schutznetzen verhindert. Der Teichboden besteht aus einigen kalkhältigen Lehmbrocken aus einer nahen Ziegelgrube und etwa 2 m³ Marchsand. Das kleine Zierwasserbecken (ca 15m2, 1.10m tief) besteht zur Hälfte aus einem Flachwasserbereich. Für den Teichboden wurde reiner Marchsand verwendet. Die Wasser- und Sumpfpflanzen sind zum Großteil über Pflanzenversand im Internet erworben, da viele in freier Natur kaum noch vorkommen oder bereits vom Aussterben bedroht sind. (z.B. Glänzende Seerose). |
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Zierwasserbecken, August 2004 >> Der Boden des Gartens besteht aus Lehm- und Lösschichten des Wiener Beckens und ist ein sehr guter kalkreicher Ackerboden, mit Humusschichten bis 70cm, die von einer gelben Lösschicht begrenzt werden. Als ehemaliges Sumpfgebiet im Bereich des ca 1km entfernten Liesing-Baches wurde der Boden vor ca. 70 Jahren drainagiert und entwässert. Der Grundwasserspiegel befindet sich heute etwa in 3-6m Tiefe. Der Garten wurde dann einige Zeit als Acker verwendet. Durch den ehemaligen Ackerboden haben sich im verwilderten Teil des Gartens viele Arten von Ackerwildkräutern erhalten u.a. Acker-Lichtnelke (Silene noctiflora), Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis), Sichel-Wolfsmilch (Euphorbia falcata), Einjähriger Ziest (Stachys annua), Acker-Löwenmaul (Misopates orontium). Stellenweise sind höhere Stickstoffwerte aufgrund jahrelanger Kompostierung von Mähgut vorhanden, ständige Bodenbearbeitung und regelmäßige Mahd haben Blütenpflanzen gefördert ua. Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata), Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Verstreuter Wildpflanzensamen hat sich etabliert zB. Seifenkraut, (Saponaria officinalis), Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum) |
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| Zeigerwerte Dem Garten zuordenbare Zeigerwerte (n. Ellenberg) aus dem Durchschnitt der bodenständigen Pflanzen: | |
| Lichtzahl 7 (6,81) Reaktionszahl 7 (7,01) Temperaturzahl 6 (5,90) Feuchtezahl 5 (4,92) Stickstoffzahl 6 (6,11) | Halblichtpflanzen schwachsäure- bis schwachbasenzeigender, niemals stark saurer Boden Mäßigwärme- bis wärmezeigende Pflanzen Frischezeigender, hauptsächlich mittelfeuchter Boden mäßig stickstoffreicher bis stickstoffreicher Boden |